Reden wir über Landwirtschaft

| abz

Bis jetzt war es in der Geschichte der Menschheit noch nie notwendig, die Arbeit auf einem Bauernhof zu erklären, weiß Claudia Zinner, MSc. Die renommierte Referentin ist selbst auf einem Bauernhof im Waldviertel aufgewachsen, und hat sich nach Stationen in der Politik mit einem Kommunikationsbüro für Landwirtschaft selbstständig gemacht. Auf Einladung der BBK Eferding Grieskirchen Wels gemeinsam mit der Landjugend und dem Absolventenverband Lambach referierte Zinner zum Thema „Kommunikation in der Landwirtschaft“.

Viele Konsumentinnen und Konsumenten haben nicht die geringste Ahnung wie ihre Lebensmittel produziert werden, geschweige denn wo sie herkommen. Somit fehlt ihnen das Verständnis für die Arbeit der Bäuerin und des Bauern. „Das muss sich ändern, auch wenn es viel zusätzliche Arbeit bedeutet!“ appellierte Zinner. Eine eigene Homepage, ein aussagekräftiges Logo für den Hof oder eine Visitenkarte sind Beispiele wie die Landwirtschaft und ihre Leistungen für die Gesellschaft wieder sichtbar werden können.

„Wir müssen den Menschen erzählen, wie echte Landwirtschaft funktioniert. Das idealisierte Bild der Landwirtschaft, welches sehr gerne in der Werbung verwendet wird, hat leider kaum etwas mit unserem Arbeitsalltag zu tun!“, bestätigen Bezirksbauernkammerobmann Leopold Keferböck und die Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates Margit Ziegelbäck.

Die Landjugend - unter der Leitung von Anna-Maria Bäck und Sebastian Deixler-Wimmer - warfen bei einem pointierten Sketch zu Beginn der Veranstaltung die Frage auf, ob es für die Jungen noch Sinn mache den elterlichen Bauernhof zu übernehmen. Durchaus lautete die Antwort der Referentin, jedoch braucht es viel Kommunikation und auch Innovationsgeist, um die Wertschätzung und somit auch die Wertschöpfung auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Österreich zu erhalten. Denn leider ist im Supermarkt meist der Preis das ausschlaggebende Kriterium – und der ist in Ländern mit geringeren Produktionsstandards definitiv geringer.

Spannende Inhalte mit einem klaren Auftrag gab es für die zahlreichen Teilnehmer*innen im abz Lambach: Reden wir über Landwirtschaft!

Gesagt, Getan: Bei der langen Nacht der Forschung am Fr. 20. Mai 2022 nutzten die Verantwortlichen der Landwirtschaftskammer, die Seminarbäuerinnen und die Landjugend Wels gleich die Chance um mit möglichst vielen Besucher*innen die Herkunft der Lebensmittel zu erforschen. Noch mehr Infos rund um unsere Lebensmittel gibt es unter www.esserwissen.at

„Wir müssen wieder erzählen, was wir tun!“

Zurück